Unser Ansatz
Wie unser systematischer Momentumrahmen entstanden ist
Von anfänglicher Skepsis zu strukturierter Analyse
Wir geben offen zu, dass wir Zeitreihen-Momentum zunächst als zu simpel abgetan haben, bis uns wiederholte Replikationen und robuste Ergebnisse in unabhängigen Datensätzen gezwungen haben, unsere Skepsis in strukturierte Fragen zu überführen, aus denen schließlich ein nüchterner Rahmen für Analyse, Dokumentation und Diskussion von Trendfolgesignalen über Anlageklassen hinweg entstanden ist.
Vorsichtiger Umgang mit systematischen Signalen
Statt neue Versprechen zu formulieren, konzentrieren wir uns darauf, wie Signale konstruiert, getestet und in bestehende Planungsprozesse eingeordnet werden können, wobei wir Datenqualität, Transaktionskosten, Liquidität und Drawdowns konsequent höher gewichten als jede rückblickende Renditekennzahl und so einen bewusst vorsichtigen Umgang mit systematischen Ansätzen fördern.
Vom einfachen Trendfilter zu robusten Bausteinen
Am Anfang stand die irritierende Beobachtung, dass einfache Trendregeln über verschiedene Märkte hinweg stabiler wirkten, als es viele theoretische Modelle nahelegten, daher haben wir in einem mehrstufigen Prozess zunächst historische Zeitreihen bereinigt, dann naive Signale getestet, systematische Schwächen identifiziert und schrittweise komplexere Filter, Volatilitätssteuerungen sowie Liquiditätskriterien ergänzt, bis ein kohärentes Set an Bausteinen für vergleichbare Analysen entstand.
Gemeinsames Raster für Kennzahlen und Annahmen
Parallel dazu wurde uns klar, dass viele Diskussionen aneinander vorbeilaufen, weil Begriffe wie Risiko, Signalqualität oder Diversifikation unterschiedlich verwendet werden, weshalb wir ein internes Raster entwickelt haben, das Kennzahlen, Parameterentscheidungen und Annahmen zu Handelskosten explizit ordnet, damit unterschiedliche Ansätze zu Zeitreihen-Momentum sauber gegenübergestellt und auf Augenhöhe diskutiert werden können.
Versionierte Dokumentation statt starrer Dogmen
Damit dieser Rahmen nicht zu einem starren Schema verkommt, legen wir Wert auf versionierte Dokumentation, in der Änderungen an Datengrundlagen, Filtern oder Risikomodulen nachvollziehbar festgehalten werden, sodass klar bleibt, welche Ergebnisse auf welcher Methodik beruhen und welche Teile bewusst explorativ, experimentell oder nur unter bestimmten Marktbedingungen sinnvoll interpretierbar sind.
Verknüpfung von Forschung und Praxisdaten
Wir haben früh gemerkt, dass reine Theorie ohne Reibung an echten Daten bequem, aber wenig belastbar ist, deshalb verbinden wir Forschungsartikel, Replikationen und eigene Robustheitstests zu einem konsistenten Rahmen, in dem Annahmen klar benannt, Datenaufbereitung dokumentiert und Grenzen der jeweiligen Verfahren transparent gemacht werden, statt sie hinter Fachbegriffen zu verstecken.
Fokus auf Verlustpfade und Stresstests
Viele Diskussionen über Zeitreihen-Momentum kreisen um Erträge, während die eigentliche Frage lautet, welche Verlustpfade möglich sind, daher stellen wir Stressszenarien, Drawdown-Profile und Liquiditätsannahmen in den Mittelpunkt und vergleichen unterschiedliche Parametrisierungen konsequent danach, wie sie sich in schwierigen Marktphasen verhalten könnten.
Gemeinsame Sprache für kritische Praktiker
Unser Ansatz entstand aus der Einsicht, dass der Austausch zwischen quantitativen Praktikern oft an Jargon scheitert, weshalb wir Werkzeuge, Begriffe und Entscheidungsbäume so strukturieren, dass fachlich versierte Leser schnell erkennen, wo sie zustimmen, widersprechen oder eigene Varianten anknüpfen möchten, ohne sich durch Marketingfloskeln arbeiten zu müssen.
Wie sich unser Momentum-Verständnis entwickelt hat
Frühphase
Wir stießen erstmals auf systematische Auswertungen von Trendfolgesignalen in Zeitreihen, nahmen sie zunächst zur Kenntnis, ohne ihnen besondere Bedeutung beizumessen, und legten sie nach einer kurzen Diskussion wieder zur Seite, weil uns der Ansatz zu schlicht erschien und wir andere Themen für dringlicher hielten.
Vertiefung
Wiederholte Begegnungen mit ähnlichen Ergebnissen in unabhängigen Analysen führten dazu, dass wir begannen, Datensätze zu sammeln, erste Replikationen zu programmieren und systematisch zu dokumentieren, welche Varianten wir testen und welche Annahmen wir jeweils treffen, statt nur informelle Notizen zu verwenden.
Rahmenbildung
Aus den verstreuten Replikationen entwickelte sich schrittweise ein strukturierter Rahmen, in dem wir Datenbereinigung, Signalkonstruktion, Risikomodule und Umsetzung getrennt betrachten, versionieren und mit klaren Vergleichstabellen versehen, damit Unterschiede zwischen Alternativen transparent werden.
Teilen
Wir überarbeiteten Dokumente, Entscheidungsbäume und Vergleichsübersichten, um sie so aufzubereiten, dass andere Fachleute sie nachvollziehen, kritisieren und an eigene Rahmenbedingungen anpassen können, ohne dass daraus eine Aufforderung zu bestimmten Handlungen abgeleitet werden soll.
Menschen hinter unserem Momentum-Rahmen
Wir arbeiten als kleines, spezialisiertes Team, das quantitative Methoden nicht als Selbstzweck, sondern als strukturierte Art versteht, Unsicherheit zu ordnen; unsere Profile sind unterschiedlich, doch wir teilen die Überzeugung, dass klare Dokumentation, kritische Diskussion und ein nüchterner Blick auf Risiken wichtiger sind als jede zusätzliche Modellschicht.
Anna Leonie Hartmann-Schneider
Leitende quantitative Analystin
Anna verbindet praktische Erfahrung in der Analyse liquider Märkte mit einem Hintergrund in angewandter Statistik und legt besonderen Wert darauf, dass Datenaufbereitung und Modellierung sauber getrennt und nachvollziehbar dokumentiert werden, bevor über mögliche Anwendungen nachgedacht wird.
Schwerpunkte von Anna
Jonas Friedrich Keller-Bergmann
Spezialist für Umsetzung und Prozesse
Jonas bringt Erfahrung aus der Umsetzung systematischer Signale in realen Marktumgebungen ein und konzentriert sich darauf, wie Transaktionskosten, Liquidität und operative Hürden frühzeitig in die Analyse von Zeitreihen-Momentum einfließen sollten.
Miriam Johanna Vogt-Lindner
Expertin für Modellprüfung
Miriam fokussiert sich auf Modellvalidierung und Robustheitstests, sie hinterfragt Parameterauswahl, prüft Sensitivitäten und achtet darauf, dass alternative Spezifikationen ernsthaft geprüft und dokumentiert werden, bevor Schlussfolgerungen gezogen werden.
Lukas Daniel Sommer-Krause
Verantwortlicher für Darstellung und Kommunikation
Lukas kümmert sich um die strukturierte Aufbereitung der Ergebnisse, entwickelt Vergleichstabellen, Entscheidungsbäume und Berichte, die komplexe Sachverhalte so darstellen, dass fachkundige Leser sie zügig prüfen und in ihre eigenen Überlegungen einordnen können.
Was uns leitet
Transparente Annahmen
Wir legen offen, welche Daten wir verwenden, wie wir sie bereinigen und welche Annahmen wir bei Kosten, Liquidität und Parametern treffen, damit fachkundige Leser unsere Auswertungen nachvollziehen und eigene Schlüsse ziehen können, statt sich auf verkürzte Zusammenfassungen verlassen zu müssen.
Risikofokus zuerst
Wir beginnen jede Analyse mit der Frage, wie groß mögliche Verluste, Drawdowns und Umsetzungshürden sein könnten, bevor wir uns mit Kennzahlen beschäftigen, die positive Phasen beschreiben, und erinnern daran, dass vergangene Entwicklungen keine zukünftigen Ergebnisse versprechen.
Ehrlicher Umgang mit Modellen
Wir verstehen Modelle als Annäherungen, nicht als Abbild der Realität, und halten es für zentral, Unsicherheiten, Modellrisiken und alternative Interpretationen explizit zu benennen, statt sie hinter komplexen Formeln zu verstecken.
Begrenzte Komplexität
Wir bevorzugen einfache, gut erklärte Strukturen gegenüber immer komplexeren Konstruktionen, wenn diese keinen klaren Erkenntnisgewinn bringen, und hinterfragen regelmäßig, ob zusätzliche Bausteine wirklich nötig sind.
Systemische Perspektive
Sorgfältige Versionierung
Zurückhaltende Aussagen
Wir formulieren bewusst keine Versprechen, weisen auf Unsicherheiten hin und erinnern daran, dass jede Anwendung systematischer Ansätze eigenverantwortliche Entscheidungen erfordert. Past performance doesn't guarantee future results.
Kritischer Austausch als Standard
Wir ermutigen zu kritischen Rückfragen, alternativen Spezifikationen und eigenen Tests, weil wir überzeugt sind, dass ein offener Austausch zwischen Fachleuten die Qualität von Analysen erhöht und blinde Flecken reduziert.
Wir wurden erst ruhiger, als wir akzeptiert haben, dass kein Modell die Komplexität der Märkte vollständig abbildet und dass systematische Ansätze wie Zeitreihen-Momentum Werkzeuge mit Stärken und Schwächen sind, keine Abkürzungen; wer sich dieser Begrenzung stellt, kann fundierter entscheiden, wo solche Signale sinnvoll in eigene Überlegungen einfließen und wo Zurückhaltung angebracht ist. Results may vary.
Martin Keller
- Systematische Ansätze
Wenn wir über Zeitreihen-Momentum sprechen, interessiert uns weniger, ob ein bestimmter Backtest überzeugt, sondern ob wir den Weg von Rohdaten über Signalkonstruktion bis zur Umsetzung lückenlos nachvollziehen können und an jeder Stelle wissen, welche Annahmen den Unterschied machen.